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HISTORY AND FUTURE IN INDIA


In Indien stellt die Textilfertigung sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft dar. Ende des 19. Jahrhundertes ersetzte indische Baumwolle in Europa die bis dahin vorherrschende amerikanische Baumwolle und spielte somit eine wichtige Rolle bei der industriellen Revolution. Anstelle von Baumwolle exportiert Indien heute in erster Linie fertige Kleidungsstücke.

Indien gehört heute zu den weltweit führenden Textilnationen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als der Rohstoff unverarbeitet exportiert wurde und die Veredelung und somit Wertschaffung andernorts erfolgte, verfügt man nun über eine komplette Herstellungskette vom Rohstoff über das Spinnen bis hin zum Weben und Nähen.

„In Nachhaltigkeitsfragen stehen uns in Indien nach wie vor große Herausforderungen bevor“, kommentiert Marcus Bergman von Gina Tricot. „Während die Spinnereien, Webereien und Nähfabriken bei der sozialen Verantwortung große Fortschritte machen, herrschen auf vielen Baumwollfeldern und in Baumwollwaschbetrieben noch Verhältnisse wie im 19. Jahrhundert. Dies zeigt, dass in Indien nicht nur die geografischen Abstände, sondern auch die sozialen Unterschiede groß sind.“

Auch das Thema Kinderarbeit ist in Indien ein großes Problem. Von den weltweit mehr als 200 Millionen erwerbstätigen Kindern sind zwei Drittel in der Landwirtschaft beschäftigt. In einem Land wie Indien, in dem die Landwirtschaft sozial unterentwickelt und gleichzeitig ein wichtiger Teil der Volkswirtschaft ist, ist die Gefahr von Kinderarbeit immer präsent.

„Ein wichtiger Teil der Arbeit der Better Cotton Initiative ist es, bei den Baumwollfarmern die Voraussetzungen zu schaffen, damit diese keine Kinder mehr beschäftigen”, berichtet Marcus Bergman. „Bei Gina Tricots Weiterbildungsprojekt in Gujarat geht es unter anderem um Kinderarbeit – eines der für uns wichtigsten Themen. Wir wollen die wirtschaftliche Situation der Baumwollfarmer stärken, indem wir ihnen helfen, die Kosten zu senken und den Umsatz zu steigern. Gleichzeitig vermitteln wir ihnen, warum Schulbildung der nächsten Generation bessere Zukunftschancen gibt als Arbeit. Da Kinderarbeit vielerorts eine tief verwurzelte Tradition ist, ist es wichtig, langfristig vorzugehen.“