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Kid's rights


Bildung ist die Grundlage für Wohlstand – weil sie gute Voraussetzungen für die Zukunft schafft und Kinder vor Kinderarbeit bewahrt. Daher setzt sich Gina Tricot gemeinsam mit UNICEF für Vorschulen in Dhaka ein.

Dhaka hat kein Zentrum im eigentlichen Sinne – lediglich die Geschäfts- und Diplomatenbezirke in Banani und Gulshan mit ihrem üppigem Grün, den von Mauern umgebenen Vierteln und hohen Häusern unterscheiden sich vom Rest der Stadt. Ansonsten ist Dhaka stark zersiedelt, d.h. von ungeregeltem, kontinuierlichem Wachstum mit hohem Flächenverbrauch geprägt.

Ein für Dhaka typischer Bezirk ist Rupgonj. Umgeben von schmalen Straßen, engen Gassen und Häusern mit Innenhöfen liegt hier eine der 150 Vorschulen, die mit den Geldern von Gina Tricot finanziert und von UNICEF und örtlichen Organisationen betrieben werden.

In dem kleinen Wellblechhaus stehen am Tag unseres Besuchs Übungen zum Lesen und Schreiben auf dem Stundenplan – als Vorbereitung auf die richtige Grundschule. Die Mädchen und Jungen sollen sich eine Frucht ausdenken – ein Kind nach dem anderen stellt sich auf, sagt, welche Frucht es ausgewählt hat und buchstabiert deren Namen. Danach singt man gemeinsam ein Lied über Mangos, Ananas und Bananen.

Das Klima stellt uns auf eine harte Probe.  Bald kommt der Monsunregen, daher ist es extrem heiß und feucht. Das warme Blechdach verwandelt das Haus in einen Backofen. Uns läuft der Schweiß von der Stirn, aber den Kindern und Lehrern scheint die Hitze nichts auszumachen. Wie in Bangladesch üblich, sind die Mädchen und Jungen auffallend ordentlich angezogen – an keiner der Hosen sind schmutzige oder kaputte Knie zu sehen. Welch ein Unterschied zu unseren Kindergärten zu Hause!

Die Kinder in den Slums von Dhaka gehören zur am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppe des Landes. Viele Kinder werden niemals bei den Behörden gemeldet und haben daher keinen Zugang zu Vor- und Grundschule. Und das, obwohl das Bildungsbewusstsein in Bangladesch generell hoch ist. Hauptziel der von Gina Tricot unterstützten Vorschulen ist es, Mädchen den Zugang zum Bildungssystem zu ermöglichen. Dies erreicht man, indem man für ihre behördliche Meldung und den Schulgang in den ersten Jahren sorgt.

Zu sehen, wie die Kinder lesen und schreiben lernen und uns mit „what is your name“, „thank you“ und „please“ anreden, rührt uns fast zu Tränen. Nicht zuletzt, weil wir wissen, dass die Analphabetenrate in Bangladesch bei 50 % liegt.

Das Projekt soll rund 22.500 Kindern den Zugang zu Schulbildung ermöglichen, und die bisherigen Ergebnisse sprechen dafür, dass die Prognosen erfüllt werden. Die Kinder kommen nicht nur in den Genuss von Schulbildung, sie werden auch vor Kinderarbeit bewahrt – ein nach wie vor weit verbreitetes Problem in den Slums von Dhaka.