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The Code of Conduct in China


China ist der wichtigste Bezugsmarkt für BSCI-Mitglieder und auch das Land, in dem die Organisation die meisten Auditierungsmaßnahmen durchführt – sage und schreibe 80 % aller Auditierungen erfolgen in China.

Anna-Karin Wårfors, CSR-Leiterin: „Die wichtigste Frage ist die Höchstarbeitszeit.“ Von den 250 Millionen Einwohnern in der chinesischen Provinz arbeiten 160 Millionen als Arbeitsmigranten fern von ihren Heimatorten. Sie ziehen lange Arbeitstage vor, um Geld zu sparen und nach Hause zu schicken. Dass sie die vorgeschriebene Höchstarbeitszeit überschreiten, ist für sie peripher. Eine andere Herausforderung ist die Tatsache, dass der Code of Conduct nicht immer als Auswertungsinstrument zum Schaffen tatsächlicher Verbesserungen verstanden wird, sondern bisweilen nur als Voraussetzung, um Geschäftsbeziehungen zu etablieren.

Aber seit ein paar Jahren denken viele junge Arbeitsmigranten um: Sie wünschen sich Karrieremöglichkeiten, ein soziales Schutznetz, verbesserte Werksbedingungen und nicht zuletzt Weiterbildungsmaßnahmen.

Die wichtigste Frage ist die Höchstarbeitszeit.
Das wachsende Bewusstsein birgt neue Herausforderungen für die Fabriken, daran besteht kein Zweifel. So wird Druck auf die Produzenten ausgeübt, damit sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Regierung derzeit Anreize schafft, damit sich die Textilfabriken vermehrt in den westlichen Landesteilen ansiedeln. Auch dies wird die Voraussetzungen für die soziale Entwicklung verändern.

Die von der BSCI durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass sich die Lage in China in den letzten Jahren verbessert hat.  2011 wurden 2026 so genannte „Initialrevisionen“ durchgeführt. Das Ergebnis: 33 % der inspizierten Einheiten wurden als „gut“ befunden. 48 % konnten die Anforderungen nicht erfüllen und schnitten somit mangelhaft ab. Dies ist eine markante Verbesserung im Vergleich zu 2010. Damals wurden lediglich 27 % als gut eingestuft, 58 % waren mangelhaft.

Hinter den Veränderungen stehen wahrscheinlich das verbesserte Bewusstsein des Gesetzgebers und die derzeitige Wettbewerbssituation, die Anforderungen an Verbesserungen stellt.