Unsere Kooperationen von A–Z

Vom politischen Parkett bis hin zur Produktion. Von nationalen Branchennetzwerken bis hin zu globalen Kooperationsprojekten. Es gibt viele Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu bewirken. Hier findest du einen Überblick über unsere verschiedenen Kooperationen im Bereich Nachhaltigkeit.


(The) Accord Bangladesh

Das „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ in Bangladesch ist ein internationales Abkommen mit einem Maßnahmenkatalog in den Bereichen Bau-, Brand- und Elektrosicherheit. Hintergrund des Abkommens ist der Einsturz des Textilgebäudes Rana Plaza in der Hauptstadt Dhaka im Jahr 2013, bei dem 1129 Menschen ums Leben kamen. Das Abkommen wurde gemeinsam von internationalen und örtlichen Gewerkschaftsverbänden, Unternehmen der Bekleidungsindustrie und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen erarbeitet. Das Programm umfasst mehr als 1600 Fabriken. Gina Tricot unterzeichnete dieses Abkommen 2013. Daran anschließend erfolgte die Unterzeichnung des Abkommens, das ab Mai 2018 für die darauffolgenden drei Jahre gültig ist.


Amfori BSCI

Amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI) ist eine Organisation, die sich dafür einsetzt, die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu verbessern. Aktuell vereint Amfori BSCI mehr als 2000 Unternehmen in einem gemeinsamen Verhaltenskodex und unterstützt sie dabei, ethische Lieferketten aufzubauen sowie die sozialen Standards zu überwachen und zu optimieren. Gina Tricot ist bereits seit 2011 Mitglied bei Amfori BSCI und verpflichtet sich somit, den gemeinsamen Verhaltenskodex entlang der Lieferketten umzusetzen. Darüber hinaus erhalten wir Zugang zu einer Plattform mit Audits und Informationen zu unseren Lieferanten – für uns ein wichtiges Hilfsmittel bei der kontinuierlichen Auswertung und Überwachung auf Seiten der Hersteller.


Better Cotton (BCI)

Bei der Better Cotton Iniative (BCI) handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die sich für Menschen und Gesellschaften in Baumwollanbauregionen für bessere Lebens- und Umweltbedingungen einsetzt sowie auch in Branchen, in denen Baumwolle eine wichtige Rolle spielt. Unter der Regie der BCI werden Baumwollbauern in nachhaltiger Bewirtschaftung geschult. Das Ausbildungsspektrum reicht vom Wasserverbrauch über die Düngung bis hin zur Insektenbekämpfung. Die Initiative zertifiziert keine Bio-Baumwolle, sondern zielt darauf ab, die weltweite Baumwollproduktion insgesamt nachhaltiger zu gestalten und die finanzielle Situation der Baumwollproduzenten zu verbessern. Gina Tricot ist stolz, BCI bereits seit 2011 zu unterstützen.

Gina Tricot geht eine Zusammenarbeit mit Better Cotton Initiative ein, um die Voraussetzungen im globalen Baumwollanbau zu verbessern. Better Cotton wird über ein System mit Materialbilanz bezogen; eine physische Rückverfolgung über die Endprodukte ist nicht möglich. Mehr dazu findest du hier.

Better Cotton Initiative verbessert die Arbeitsbedingungen der Menschen in der globalen Baumwollindustrie, trägt zum Umweltschutz in den Produktionsländern bei und sichert die Zukunft des Sektors. Durch den Kauf von Baumwollartikeln von Gina Tricot unterstützen unsere Kundinnen die Anbauer der Better Cotton-Initiative, die wassersparend wirtschaften, Rücksicht auf natürliche Biotope und Bodengesundheit nehmen, den Gebrauch von schädlichen Chemikalien begrenzen und die Rechte und das Wohlbefinden der Arbeiter respektieren.

Gina Tricot hat sich verpflichtet, im Jahr 2020 ausnahmslos "nachhaltigere Baumwolle" einzukaufen. Unter "nachhaltigerer Baumwolle" ist Bio-Baumwolle, Better Cotton und Recycling-Baumwolle zu verstehen.
 

Branchendialog der schwedischen Chemikalienagentur

Die schwedische Chemikalienagentur ist eine staatliche Aufsichtsbehörde. Ihre Aufgabe besteht darin sicherzustellen, dass in Unternehmen und Gesellschaft eine angemessene Kontrolle von Chemikalien erfolgt. Gina Tricot beteiligt sich an dem Branchendialog der Chemikalienagentur, der Behörden, Fachverbände, Hersteller und Händler an einen Tisch bringt. Gemeinsam diskutieren wir über branchenspezifische Themen und suchen nach Lösungsansätzen für einen Alltag, der frei von Giftstoffen ist.


Canopystyle

Canopystyle ist eine Initiative für eine Lieferkette frei von Viskose aus Urwäldern oder anderen gefährdeten Waldbeständen. Im Rahmen der Initiative arbeitet die gemeinnützige Umweltorganisation Canopy mit Unternehmen der Textilindustrie zusammen, um gemeinsam die Produktion von alternativen Zellulosefasern zu fördern und positiv zu beeinflussen. Ziel ist es, innovative Lösungen zu entwickeln, die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten und die letzten Urwälder und andere gefährdete Baumbestände zu schützen.

Gina Tricot leistet seinen Beitrag zu dieser Initiative durch die Einbindung seiner Lieferanten und durch die Schaffung von Transparenz bei der Viskoseherstellung. Durch die Offenlegung unserer Produktionskette für Viskose möchten wir soweit wie möglich sicherstellen, dass das Holz für unsere Produkte nicht aus Urwäldern oder gefährdeten Wäldern gewonnen wird.

Da Gina Tricot bessere Verpackungslösungen anstrebt, haben wir uns der Initiative Pack4Good angeschlossen. Mehr dazu findest du hier.


Chemikaliengruppas schwedische

Netzwerk der Chemikaliengruppe vermittelt seinen angeschlossenen Unternehmen Wissenswertes und Neuigkeiten aus den Bereichen Chemie und Umwelt. In diesem Zusammenschluss bilden sich über hundert Mitgliedsunternehmen über gesetzliche Auflagen bei der Verwendung von Chemikalien weiter und tauschen sich über den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien aus. Betrieben wird das Netzwerk von Swerea IVF, und zwar gemeinsam mit Behörden und unter fachlicher Unterstützung von Universitäten.


Dress for Success Stockholm

Diese Organisation unterstützt Frauen in Schweden, die aufgrund langer Arbeitslosigkeit von der Gesellschaft ausgegrenzt oder ausgeschlossen wurden. Der Schwerpunkt liegt auf individueller Unterstützung und einem sicheren Rahmen, der es den Frauen ermöglicht frei zu sprechen, ohne sich als Zahl in der Statistik zu fühlen. Diese Organisation sorgt mittels Netzwerken, Tools für die berufliche Entwicklung und professioneller Kleidung dafür, dass diese Frauen wieder mehr Selbstvertrauen gewinnen und ihr volles Potenzial erreichen können. 2018 leitete Gina Tricot die Zusammenarbeit mit Dress for Success ein.


Human Bridge / Fretex

Human Bridge leistet Unterstützung in Form von Sachhilfen. Die Organisation versorgt Krankenhäuser in verschiedenen Projekten mit Gebraucht-Medizinprodukten und bietet bei humanitären Katastrophen Unterstützung in Form von Kleidern und anderen Gegenständen. Gina Tricot arbeitet seit 2010 mit Human Bridge und dem norwegischen Äquivalent Fretex zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Human Bridge/Fretex die Produkte zur Verfügung gestellt, die in unseren Filialen zu Wiederverwendungs- bzw. Recyclingzwecken oder aufgrund von Reklamationen abgegeben werden.


MIKROPLASTIK-FORSCHUNGSPROJEKT - MINDSHED

Ziel des Forschungsprojektes MinShed unter der Leitung von Swerea IVF u. a. in Zusammenarbeit mit der Textilhochschule im schwedischen Borås ist es, die Emissionswerte von Mikroplastik auf Null zu senken und dem Vorkommen von Mikroplastik sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene entgegenzuwirken. Erreicht werden soll dies durch eine Sensibilisierung in Bezug auf Mikrokunststoffe und durch die Schaffung von Richtlinien für die Textilindustrie für eine Herstellung von Kleidung aus synthetischen Materialien, die kein Mikroplastik absondern.

Im Rahmen dieses Projekts wird auch die Gestaltung von Waschmaschinen geprüft, um festzustellen, ob sich durch die Ergänzung mit Filtern oder Waschbeuteln eine Reduzierung der Emissionen von Plastikpartikeln erzielen lässt.

Gina Tricot beteiligt sich mit weiteren betroffenen Unternehmen aus anderen Branchen an dem Projekt, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Das Projekt läuft von 2018 bis 2020.
Fur free retailerFur Free Retailer ist ein internationales Programm der Fur Free Alliance – einem globalen Zusammenschluss von Tier- und Umweltschutzorganisationen. Das Programm motiviert Unternehmen dazu pelzfrei zu werden und leistet einen Beitrag zur Transparenz für Verbraucher bei der Suche nach pelzfreien Produkten. Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist eine digitale Liste, die den Verbraucher zu den am Programm teilnehmenden Unternehmen führt. Gina Tricot engagiert sich hierfür bereits seit 2011.


One bag habit

Bei One Bag Habit handelt es sich um eine Handelsinitiative, die darauf abzielt, Verbraucher für nachhaltigeren Konsum zu sensibilisieren und den Verbrauch von Tüten zu reduzieren. Seit dem 1. Juni 2017 gibt es Tüten in unseren Filialen nur noch gegen Bezahlung. Außerdem ermutigen wir unsere Kunden zum Kauf einer nachhaltigen, wiederverwendbaren Einkaufstasche. Sämtliche Überschüsse aus dem Verkauf der Tüten und Einkaufstaschen gehen in vollem Umfang an gemeinnützige Organisationen mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Entwicklung in Umwelt- und Sozialfragen. Gina Tricot unterstützt One Bag Habit bereits seit dem Start der Initiative.


Re:newcell

Im Jahr 2018 leitete Gina Tricot eine Zusammenarbeit mit Re:newcell ein. Re:newcell nutzt Baumwollabfälle um saubere, natürliche und biologisch abbaubare Rohmaterialien zu produzieren, aus denen neue, hochwertige Kleidung gefertigt werden kann – die sich dann immer wieder aufs Neue recyceln lässt.

In Zusammenarbeit mit unseren Denimlieferanten spenden wir regelmäßig textile Überschüsse an Renewcell. In deren Fabriken werden daraus neue Textilfasern gewonnen, die immer wieder aufs Neue verwendet werden können. Wir wollen immer mehr unserer Zulieferer für die Initiative gewinnen, ohne weitere Umwege zunehmend mehr textile Abfälle an Re:newcell spenden.


STICA

Ziel der Swedish Textiles Initiative for Climate Action (STICA) ist es, die Bekleidungs- und Textilindustrie und ihre Interessenvertreter in der nordischen Region dabei zu unterstützen, die Treibhausgase mindestens im Einklang mit dem 1,5-C-Erwärmungsziel zu reduzieren, wie es im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und des Pariser Abkommens festgelegt wurde.

Letztendlich ist es das Ziel der STICA, dafür zu sorgen, dass die schwedische und nordische Textilindustrie mehr als nur ihren Beitrag leistet und weit vor 2050 den Wandel zur ersten klimafreundlichen Bekleidungs- und Textilindustrie der Welt vollzieht. Gina Tricot ist seit 2019 Mitglied von STICA.


Svanen

Im Herbst 2019 leitete Gina Tricot die Arbeit mit dem skandinavischen Umweltsiegel Svanen ein, einem der angesehensten und strengsten Umweltkennzeichen der Welt. Es handelt sich um eine Umweltkennzeichnung von Typ 1, d.h. um eine selbstständige Organisation, die bei der Ausarbeitung der Kriterien von einer ganzheitlichen Lebenszyklusperspektive ausgeht.


Textile exchange

Bei Textile Exchange handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die sich in enger Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern für einen Wandel der Textilbranche im Hinblick auf Fasern, Ethik, Normen und verantwortungsvolle Liefernetzwerke einsetzt. Weitere Infos hier.


Textiles for Recycling Initiative (T4RI)

Die Initiative T4RI wurde von mehreren Mitgliedsunternehmen des schwedischen Handelsverbands ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, die Industrie dazu zu bewegen, ihren Teil der Verantwortung für längere Haltbarkeit und Wiederverwertbarkeit von Textilien zu übernehmen. Mit der Zielsetzung einer umweltbewussten Recycling-Gesellschaft sollten Textilien in größtmöglichem Maße wiederverwendbar sein oder ansonsten zu neuen Fasern recycelt werden können. Gina Tricots Rolle bei der Initiative ist es, gemeinsam mit den anderen Unternehmen in der Referenzgruppe die Voraussetzungen dafür zu schaffen und Lösungen dafür zu diskutieren, dass in der Textilindustrie eine bessere Wiederverwendung und -verwertung ermöglicht wird, sowie die Herstellerhaftung zu verbessern.


UNICEF

UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen) ist ein entwicklungspolitisches Organ der UNO, das weltweit Entwicklungsprogramme unterhält und in Notsituationen vor Ort humanitäre Hilfe leistet. Gina Tricot unterstützt Unicef seit 2011, und zwar vor allem mit einem Sechs-Jahres-Projekt für Vorschulbildung in Bangladesch. Auf diese Weise erhielten insgesamt 26 500 Kinder zwischen 4 und 5 Jahren Zugang zu Vorschulbildung. Seither haben wir unsere Zusammenarbeit in Dhaka vertieft; die dortigen Familien haben heute eine bessere gesundheitliche, Nahrungs- und Wasserversorgung, Zugang zu Bildung und modernere sanitäre Einrichungen. Gina Tricot hat im Laufe der Jahre auch in seinen Filialen verschiedene Kampagnen zur weiteren Unterstützung von UNICEF durchgeführt.


UN Women Sweden

UN Women ist das 2010 gegründete Organ der Vereinten Nationen (UNO) für Geschlechtergleichstellung und Empowerment. Das Ziel von UN Women ist eine gleichberechtigte Welt, ohne Gewalt an Mädchen und Frauen und ohne deren Diskriminierung. Abgesehen von den Einsatzbüros in rund 90 Ländern unterhält die Organisation viele nationale Komitees, so auch in Schweden und Deutschland. Diese Komitees treiben die politische Arbeit von UN Women voran, sammeln Spenden und vermitteln Kenntnisse über Frauenrechte. Gina Tricot arbeitet seit 2017 mit UN Women zusammen.


World Childhood Foundation

Die World Childhood Foundation setzt sich in Schweden und anderen Ländern dafür ein, dass besonders gefährdeten Kindern bessere Lebensbedingungen geboten werden, damit sie zu starken, verantwortungsvollen Menschen mit gutem Selbstvertrauen heranwachsen können. Durch die Unterstützung von Childhood trägt Gina Tricot dazu bei, dass Kinder in Geborgenheit aufwachsen können und dass die Kindheit von Freude, Liebe und Neugier auf das Leben geprägt ist. Gina Tricot arbeitet seit 2019 mit Childhood zusammen.


WWF

2020 leiteten wir eine Zusammenarbeit und Partnerschaft mit dem WWF (World Wide Fund for Nature) ein, um sicherzustellen, dass sich die Wasserstrategie von Gina Tricot mit dem Modell des WWF für Water Stewardship deckt. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden wir unsere Risiken weiter auswerten und entsprechende Strategien und Handlungspläne erstellen, wie wir zu einer umweltgerechteren Wassernutzung beitragen können.


Zusammenschluss des schwedischen Handels zum Thema tierische Materialien

Der schwedische Handelsverband veranstaltet Netzwerktreffen, um Fragen zu den Themen Tierschutz und tierische Materialien zu diskutieren. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit konnte der schwedische Handelsverband 2017 Richtlinien für die Sensibilisierung für den Tierschutz aufstellen. Neben den Richtlinien gibt es auch einen ergänzenden Ratgeber für Einkäufer und Designer zum Thema tierische Materialien.


Zusammenschluss schwedischer Textilimporteure

Der Zusammenschluss der schwedischen Textilimporteure überwacht handelspolitische Themen und unterstützt Importeure bei Angelegenheiten hinsichtlich Zöllen, Ursprungsregeln, Freihandelsabkommen, CSR und politisch wichtigen Fragen. Bei den veranstalteten Vorlesungen und Seminaren erhalten wir als Mitglieder auch die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen und Wissen in diesem Bereich.