material guide

Fasern im Fokus

Da die Mehrheit unserer Produkte aus Textilfasern besteht, liegt auch genau hier der Schwerpunkt für unsere Initiativen im Sinne eines umfassenderen Umweltschutzes. In einem ersten Schritt befassen wir uns damit, den Anteil und den Einsatz nachhaltigerer Fasern in unseren Produkten zu steigern.

Ausführlichere Informationen bietet der Materialguide.

Die folgenden Materialien beurteilen wir aktuell als eher umweltverträglich und nachhaltig; wir geben hier zudem den prozentualen Anteil am Gesamtvolumen unseres Einkaufs 2019 an:

 

 

 

Baumwolle

Die größten Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit, denen sich die Textilindustrie gegenübersieht, betreffen die Produktion der Materialien. Vor allem bei der Baumwolle führen der Wasserverbrauch, der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie die sozialen Gegebenheiten zu einem überaus komplexen Nachhaltigkeitsproblem. Gina Tricot setzt auf nachhaltige Baumwolle, für deren Anbau weder Pestizide noch Düngemittel eingesetzt wurden. Deshalb achten wir darauf, den Anteil zertifizierter Bio-Baumwolle in unseren Modestücken kontinuierlich zu steigern. Um sicher zu gehen, dass es sich bei der Baumwolle tatsächlich um Baumwolle aus ökologischem Anbau handelt, verlassen wir uns auf das GOTS- oder OCS-Zertifikat.

Im Jahr 2020 soll die von uns verwendete Baumwolle zu 100 % nachhaltiger sein. Da der derzeitige Anteil immerhin schon 94 % beträgt, können wir sicher sein, dass wir unser Ziel bis 2020 erreichen. Als nachhaltiger erachten wir Bio-Baumwolle, Recycling-Baumwolle und Baumwolle der BCI (Better Cotton Initiative).

Gina Tricot ist Mitglied der Better Cotton Initiative (BCI), in der sich einige der führenden Baumwollanwender und -einkäufer zusammengeschlossen haben. BCI ist ein Schulungsprogramm mit den besten Methoden für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Unter der Regie der BCI werden Baumwollbauern in nachhaltiger Bewirtschaftung geschult. Das Ausbildungsspektrum reicht vom Wasserverbrauch über die Düngung bis hin zur Insektenbekämpfung. Darüber hinaus setzt sich BCI für bessere Arbeitsbedingungen für die Baumwollanbauer ein.


Viskose

Viskose ist bei den Kundinnen sehr beliebt, hat jedoch auch negative Auswirkungen auf die Umwelt. Viskose wird aus Zellstoff (Zellulosefasern) gewonnen, wobei herkömmliche Viskose aufgrund von Abholzungen und einem hohen Wasser- und Chemikalienverbrauch eine negative Umweltbilanz hat. Hier kommt es also darauf an, die richtigen Fasern einzukaufen. Da wir unseren Kundinnen ihre Lieblingsmaterialien nicht vorenthalten und ihnen gleichzeitig nachhaltige Mode anbieten wollen, haben wir uns ein Ziel gesetzt: Bis 2020 sollen 100 % der regenerierten Zellulosefasern aus nachhaltigeren Quellen stammen. Das heißt, dass das für die Produktion des Zellstoffs verwendete Holz FSC-zertifizierten Wäldern entstammt, dass der Chemikalieneinsatz minimal ist und dass das Wasser effektiv genutzt und wiederverwendet wird. Gegenwärtig werden 89 % unserer Viskoseprodukte aus nachhaltigeren regenerierten Zellulosefasern gefertigt.


Polyester

Der äußerst vielseitig einsetzbare Polyester kommt in all unseren Produktkategorien zum Einsatz. Diese Faser wird zwar aus der nicht erneuerbaren Ressource Erdöl hergestellt – aber sie lässt sich recyceln! Hier stellt sich Gina Tricot gegenwärtig der wichtigen Aufgabe, in unseren Produkten von herkömmlichen Polyesterfasern auf Recycling-Polyester überzugehen. Bei Recycling-Polyester müssen wir nun den gleichen erfolgreichen Weg einschlagen wie bei der nachhaltigeren Baumwolle und den regenerierten Zellulosefasern.


Naturmaterialien aus dem Tierreich

Tierschutz liegt uns am Herzen! Deshalb zählten wir zu den ersten Modeunternehmen, die den Einsatz von Mohairwolle verboten, als 2018 bekannt wurde, mit wie viel Brutalität der Produktionsprozess verbunden ist. Die erschreckenden Fotos zogen weltweite Reaktionen nach sich, und Gina Tricot verzichtete mit sofortiger Wirkung auf Mohair in seinen Produkten. Wir werden uns stets gegen alle Aktivitäten wenden, bei denen Tiere misshandelt werden.

Darüber hinaus haben wir deutliche Vorschriften und Verbote bezüglich vieler anderer Materialien und Stoffe tierischen Ursprungs definiert, darunter Kaschmir und Angorawolle. Gina Tricot hat zudem die schwedische Tierschutzrichtlinie unterzeichnet und verlangt, dass alle unsere Partner in der Lieferkette diese einhalten. Noch haben wir nicht die volle Kontrolle über die Rückverfolgbarkeit der von uns verwendeten Materialien tierischen Ursprungs, doch wir verbessern kontinuierlich unseren Einkaufsprozess.

Gina Tricot schreibt vor, dass sämtliche Kooperationspartner, bei denen Menschen mit Tieren umgehen, die Tierschutzrichtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) einhalten.


Transparenz ist der Schlüssel

Eine der Herausforderungen, mit denen sich die Textilbranche konfrontiert sieht, ist ein höheres Maß an Transparenz bei Zulieferern und Fertigungsstätten. Da ein großes Interesse am Thema Nachhaltigkeit und all ihren Aspekten besteht, möchten wir natürlich, dass unsere Kundinnen vollständig über den Ursprung unserer Produkte informiert werden.

Im Sinne einer erhöhten Transparenz haben wir 2018 erstmals Informationen über unsere Zulieferer sowie über die Herkunft unserer Denimprodukte veröffentlicht, und nun planen wir für 2019, in ähnlicher Weise über unser gesamtes Sortiment zu informieren.

Außerdem ist uns an einer langfristigen Geschäftsbeziehung mit sämtlichen Zulieferern gelegen. Dabei sind uns regelmäßige Gespräche und Besuche vor Ort sehr wichtig, um zu vermeiden, dass Unteraufträge vergeben werden oder dass Probleme aufgrund unseres Null-Toleranz-Prinzips aufkommen.

Hier die Liste der Lieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten.